Das Ende aller Tage – Apokalypse 2019

Das Ende aller Tage – Apokalypse 2019

1. Januar 2020 Uncategorized 1

Irgendwo auf einem weit entfernten und verlassenen Planeten…

„Sir, die Subjekte haben sich in die nördliche Höhle zurückgezogen. Erwarte weitere Anweisungen“, rauschte es aus dem Funkgerät. Hauptmann Cecus erwog kurz seine Optionen. Sein kleines Kommando hatte die Paktierer bei einem kleineren Erkundungsausflug auf dieser Welt bemerkt und verfolgte diese nun schon seit Tagen. Um vor Entdeckung geschützt zu sein, hatte er es bislang vermieden Verstärkung anzufordern. Waffen und Munition waren zwar ausreichend vorhanden, der Überraschungsvorteil auf Ihrer Seite, doch schon die bekannte Anzahl der gegnerischen Subjekte belief sich auf ein Vielfaches seines Kommandos. Und von den Höhlennetzwerken waren die Ausmaße weder bekannt, noch war es sehr wahrscheinlich, dass diese Verstecke frei von weiteren potentiellen Bedrohungen waren.

Andererseits fehlte auch nicht viel zu seiner Beförderung, doch stand Hauptmann Trake derzeit wesentlich höher in der Gunst des Oberkommandierenden. Verdammte Tyraniden, wären die nicht aufgetaucht, wäre sein neuer Rang eine sichere Angelegenheit gewesen. Doch Politik spielte derzeit eine höhere Rolle in den Rängen der Armee, so dass im Rahmen der jüngsten Budgetkürzungen nur eine Großtat ihn wieder ins Rennen um die baldige Beförderung zurückbringen würde.

Er blickte kurz zum Junior-Kommissar Polorus hinüber, der jedoch wieder völlig abwesend schien. Also oblag ihm die Entscheidung Verstärkung anzufordern, oder aber sich ein paar Lorbeeren zu verdienen. Kurz bellte er ein paar Kommandos und das träge vegetieren seiner Männer wandelte sich augenblicklich in hektisches Treiben. Waffen wurden überprüft, aufmunitioniert und alle relevanten Habseligkeiten schnell verpackt und angelegt. Cecus rüttelte an der Schulter von Polorus, doch dieser zeigte keine Reaktion. Verdammte Kommissare, wer brauchte sie schon.

Unter Zurücklassung des nutzlosen Polorus bestiegen Sie dicht gedrängt den Transporter und schwebten in frostiger Anspannung dem Beobachtungsposten entgegen. Gagiel und Simiel hatten eine erhöhte Position gewählt, von der aus sie sowohl die Höhle als auch das davorliegende Tal genau im Auge hatten. Mühsam robbte sich Cecus zu ihrer Position, und überließ es derweil seinem Kommando, den Transporter zu verbergen. „Wie siehts aus Jungs, irgendetwas neues?“, trotz vorgehaltener Hand konnte er die minimalen Atemwölkchen nicht vermeiden. Gagiel blickte ihn kurz an mit einem kaum merklichen Kopfschütteln und gab über seine Hände zu verstehen, dass ca. 100 Individuen die Höhle betreten aber nicht verlassen hatten. Seit geraumer Zeit war jedoch nichts mehr passiert. Cecus nickte beiden zu und deutete an, dass sie ihm folgen sollten zum Rest des Kommandos. Es dauerte etwas mehr als zwei Stunden, bis endlich alle in Stellung am Höhleneingang waren. Sie waren dabei überaus vorsichtig gewesen, doch bislang schien es sich wirklich nur um ein verlassenes Tal und eine natürliche Höhle auf irgendeinem gottverdammten leeren Planeten zu handeln. Mit Handzeichen bildete er 5er Teams und flankiert von seinen Besten schritten sie voran in die vor ihnen liegende Dunkelheit.

Die Höhle stellte auf mehreren hundert Metern keine Besonderheit da. Ein steter felsiger Gang in die Eingeweide des Planeten. Sie hatten Ihre Schuhe präpariert, so dass sie nahezu lautlos vorrückten, begleitet von den kleinen Atemwölkchen in der Kälte. Wenigstens war es nicht so eisig wie noch draußen im Tal. Vor Ihnen spielte Lichtschein auf den Vertiefungen der Höhlenwände und sie bewegten sich scheinbar auf ein Höllentor zu, so gleißend hell und bedrohlich rot wirkte der vor Ihnen liegende Durchgang. Sie pressten sich ein letztes Mal an die Wände, Cecus verteilte Kommandos und ordnete seine Teams einander und ihren jeweiligen Aufgaben zu. Schließlich war er zufrieden und erteilte das Kommando zum vorrücken.

Es ging nun alles ganz schnell. Die Teams stürmten und verteilten sich sofort auf den natürlichen felsigen Emporen der eigentlichen Höhle. Diese streckte sich gut 3 Kilometer in einem ausladenden Oval. In der Mitte auf dem Sockel stand eine Gestalt in einem Pentagramm. Feuersäulen loderten überall und im Halbkreis um die Gestalt lagen mehrere hundert leblose humanoide Wesen. Cecus war sich sicher, dass die Gestalt genau ihm einen letzten Blick aus verdrehten weißen Augen zugeworfen hatte und er vermeinte den Hauch eines triumphalen Lächelns bemerkt zu haben, als auch schon die Granaten seiner Teams in die Mitte der Höhle flogen und die Gestalt durch mehrere Treffer zu Boden ging.

Kurz ließ er die Szenerie wirken. War das schon alles? Keine Gegenwehr? Per Hand schickte er zwei Teams nach unten um die Toten zu untersuchen. Diese nährten sich dem Haufen Leichen und suchten nach Lebenszeichen, während sie aufmerksam ihre Waffen im Anschlag hielten. Einer von ihnen sah schließlich auf, entspannte sich merklich und schüttelte nur mit dem Kopf. Auch die Anspannung von Cecus und den anderen fiel merklich ab. Nun, dachte Cecus, er würde es zwar ausschmücken müssen, aber grob hundert Verräter ohne einen einzigen Verlust, dass sollte ihm erstmal jemand nachmachen. Er bellte neue Befehle und wandte sich dem Rückweg zu. Gerade als er sich umdrehte hörte er in seinem Rücken ein entsetzliches Schreien, und noch während er wieder herumfuhr, sag er die Zuckungen seiner Männer auf den Emporen aus dem Augenwinkel. Eine Gestalt war aus dem Rauch der Feuer getreten, größer als jeder Mann. Flügel spannten sich über eine gigantische Länge und rot schimmerte seine Haut im Feuer. Magnus, der Erzverräter, stand hier mitten unter ihnen. Cecus’ Stimme blieb ihm im Halse stecken. War das sein Ende? Das konnte es nicht sein, er hatte noch so viel vor. Wie von selbst setzten seine Beine sich in Bewegung und er hetzte dem Ausgang entgegen. Todesschreie seiner Männer hallten von den Wänden der Höhle wieder, während Magnus durch das Meer von Toten wandelte, Leiber aufschlitzte und Männer schier seines Willens durch die Luft bewegte und auf Stalagmiten aufspießte.

Cecus entkam, er konnte es kaum glauben. Das Crescendo des Todes hinter ihm verfolgte ihn zwar, doch er war tatsächlich raus aus der Höhle. Er wusste nicht genau wie, oder wo sein Gewehr geblieben war, doch er wusste genau, wo der Transporter stand. Hastig stürzte er darauf zu und riss die Tür auf. Er griff nach dem Funkgerät und rief die Flotte. „Hier Cecus, drittes Kommando auf Erkundungsmission auf…Sol Ingen…egal der Erzverräter, er ist hier! Alle sind tot, bitte dringend um…“ Die Tür flog auf und Polorus stand unmittelbar hinter ihm. Sein sonst so tumbes Gesicht schien irrwitzig verzerrt und das Weiß in seinen Augen war das einzige, was Cecus dort zu sehen bekam. „Polorus, was…?“ Der Laser traf ihn unvorbereitet. Ein scharfer brennender Schmerz und eine plötzliche Schwäche seiner Beine…..Cecus ging nahezu lautlos zu Boden. Krächzend versuchten die zerfetzten Stimmbänder seiner durchlöcherten Kehle Töne von sich zu geben bevor seine Augen brachen und ein letzter Atemzug seine blutigen Lippen verließ.

Das Oberkommando leitete sofort die entsprechenden Vergeltungsmaßnahmen ein und entsandte die Düsselguard unter dem Primarch Düsseldorf, ein bereitstehendes Kontingent der Ultramarines unter General Lückerath sowie die speziellen Kontingente der GreyKnights und Custodes mit Johannes dem Saver und Ordensmeister Jens. Verstärkt wurde das Ganze noch durch ein Salamander Bataillon sowie einer vollständigen Armee der Spacewolves mit Wolf dem Schrecklichen. Binnen weniger Stunden säumten die massierten Truppenverbände tief gestaffelt die Wälder und Ebenen Sol Ingens. Bewegung war in der Ferne auszumachen und alle Truppenteile meldeten dem Kommandostab des Primarchen Bewegungen an den Flanken.

In das einst so verlassene Tal, dessen Hänge von der Elite des Imperiums unter Johannes dem Saver und einem Teil der Ultramarines gesäumt wurde, kam nun Bewegung. Der Erzverräter trat aus der Höhle hinaus, an seiner Seite der Triumphant MoRitz in seiner dunklen Kutte. Langsam erhob Magnus die Hände, der Boden riss auf und aus ihm strömte ein wilder Mix der Verräterlegionen und auch mächtige Battlesuits des Tau Imperiums. Während Johannes grimmig dem Treiben zusah und seine Lederhandschuh nur fester um seinen Speer schloss, gab General Lückerath die neue Situation an den Primarchen durch. Der Primarch schritt in seinem Kommandobunker auf und ab. Mit Gegenwehr hatte er gerechnet, aber das imperiale Tau Einheiten hier auftauchten? Welcher Wahnsinn konnte sie dazu getrieben haben? Doch die ihm unterstellten Legionen konnten nicht versagen. Sein Berater Cawl stand genüsslich in der Ecke und blickte durch seine vielen Augen abschätzig auf den versammelten Offiziersstab herab. Nach einem kurzen Blickwechsel mit dem Primarchen nickte er knapp und gab eine Nachricht an seine Marsianer durch. Auf einmal bebte der Bunker und die Erde des gesamten Tales, als eine Gottmaschine aus dem Orbit abgeworfen wurde und majestätisch auf einem Knie landete. Mehrere Legionen des Chaos unter den Verrätern Dominic und Liseanne wankten oder gingen gar zu Boden unter der erderschütternden Landung. Doch das Gro der wimmelnden Horde blickte grimmig den Imperialen entgegen, während an den Flanken immer noch weitere Truppenteile eintrafen. In der Mitte des Tales war ein Plündertrupp der Orks den imperialen Flotten im Orbit ausgewichen und befand sich nun zwischen den Schlachtlinien. Großä Kävin’s grüne Haut wurde blass, als er der gewaltigen Massen an Einheiten auf beiden Seiten gewahr wurde. Um seine Fassung wieder zu gewinnen, trat er einen der Grotze ins Tal hinab, wo dieser noch im Fallen von mehreren Raketentreffern zerfetzt wurde. Es war klar, aus diesem Kampf gab es kein Entkommen. Er bellte ein paar Befehle und seine mächtigen Stompamaschinen wendeten sich den Imperialen zu. Wenn Sie diese schlugen gab es zumindest die Chance zu entkommen, sinnierte Kävin. In diesem Moment zerbrachen die Bäume auf dem Waldhang hinter ihm und mehrere titanische Knights brachen aus diesen hervor. Kurz wurde Kävin übel, war er wirklich umzingelt? Würde sein persönlicher Waaagh hier enden? Doch statt wie erwartet von hinten aufgerollt zu werden ignorierten ihn die Knights und nahmen Aufstellung an der Seite der Tau. Was ein Glück.

Der Wolf blickte grimmig auf dieses KnightKontingent, das er eigentlich angefordert hatte. Er wies seinen Funker an sofort Kontakt aufzunehmen. Etwas nervös entgegnete dieser, das wohl zeitgleich eine Nachricht eingetroffen sei. Wolf trat zum Kommandopult, um sich diese anzusehen. Bruce der Bär erschien auf dem flackernden Bildschirm. „Ha, Wolf, altes Haus. Nun, ich wusste nicht wie ich es dir sagen sollte, aber wir haben nun endlich den richtigen Pfad gewählt. Danke für deine Maschinen. Ich schick dir einen Gruß aus heißem Plasma.“ Erschüttert trat Wolf von der Konsole zurück, als auch schon die Erde erneut erbebte, zum zweiten Mal an diesem Tage. Die Bruce’ überlassene Gottmaschine trat hinter der Kuppe des Berges hervor und richtete ihr geiferndes Maul auf die treuen Imperialen. Zu Ihren Füßen landeten weitere Tau und auf dem höchsten Berge versammelten sich die Himmlischen und die ernannten Commander Ja’n und Pas’cal. Zufrieden blickten sie auf die Schlachtordnungen herab, deren Enden mittlerweile kaum noch sichtbar waren. Es war ein kleiner Preis den sie zahlten, aber sollte ihre unheilige Allianz diesmal siegreich sein, so war die Macht des Menschenimperiums für lange Zeit gebrochen und die Gemeinschaft konnte endlich ungehindert wachsen.

Unter einem erschütternden Beben brach einer der Berge auf und Steine regneten auf die Kombattanten herab. Mit einem infernalischen Schrei ergoss sich ein Schwarm Niden auf die Berghänge. Scheinbar war Sol Ingen nicht so unbewohnt, wie es einst schien. Die Reste eines Tentakels hatten sich hier vergraben und diese Welt entvölkert um wieder zu wachsen. Ordensmeister Jens wurde blass. Er war das äußerste Ende der Imperialen Truppen und nun war seine Flanke bereits jetzt vollständig umgangen. Die ihm unterstellten Salamanders blickten grimmig dem neuen Feind entgegen. Das wimmelnde Gewürm war endlich heraus aus dem Berginneren, so schien es, doch dann umschlossen gewaltige Spinnenartige Beine die Bergflanken und eine erschütternd gigantische Kreatur presste sich heraus. Ein Biotitan, dessen markerschütternder Schrei die dicke Eisschicht auf dem Bergsee zum platzten brachte. Aus einer kleineren Höhle, in weiter Entfernung zu den Kampflinien traten indes in geordneten Linien, und unbemerkt von den Imperialen, die Deathguardlegionen unter Marc dem Infiziösen hervor. Sein Kommando würde die linke Flanke des Feindes von hinten aufrollen. Mortarion nickte seinem Jünger huldvoll zu und freute sich diebisch über diesen greifbaren triumphalen Sieg.

Im Orbit derweil ordnete sich die imperiale Flotte und stellte Kapazitäten zum Nachschub bereit. Noch war die gesamte Lage auf dem Planeten nicht klar, nur dass es sich hier um keine einfache Schlacht handeln würde. Der Primarch und die Generäle waren auf der Oberfläche, doch die feindlichen Streitmächte schienen klar in der Oberhand zu sein. Eine Impulswelle traf die Schiffe unvorbereitet. Die Messwerte drehten durch und die Kommunikation brach zusammen. Durch die manövrierunfähigen Schiffe der Imperialen glitten wie aus dem Nichts die schlanken eleganten Schiffe der Aeldari und Drukhari hindurch. Während Admiral Vas Befehle brüllte und sich auf einen Angriff gefasst machte, ignorierten diese Flieger ihn völlig und landeten in einer schweigsamen majestätischen Prozession auf dem Planeten. Im Geist von Vas manifestierte sich eine Gestalt, ein alter Elf der nahezu vollständig kristallin wirkte. „Keine Angst, werter Bruder Mensch, wir kommen in keiner feindlichen Absicht. Wir haben vorausgesehen, dass ihr Hilfe braucht. Wir sind zwar nicht mehr viele, doch das Böse können wir nicht triumphieren lassen. Nicht hier, nicht heute, nicht vollständig. Wir werden an eurer Seite stehen und für euch bluten. Lasst uns die Allianz der Elben und Menschen erneuern für diesen einen Tag, bevor wir Kinder der Alten erneut bei Seite treten und euch eurem Streben im Universum alleine lassen.“

Die Geräte des Admiralschiffes, und der gesamten Flotte, fuhren sofort wieder hoch, als die Übertragung endete. Doch Vas wollte keinen Angriffsbefehl geben. Nach den letzten Daten vor dem Ausfall der Systeme hatte der Primarch diese Hilfe nötig. Was im Anschluss nach erfolgreicher Schlacht geschehen sollte, nun dass stand auf einem anderen Blatt.

Der größte Aeldari Flieger öffnete seine Landungsklappen und eine gewaltige Gestalt schwang sich elegant ins Freie. Einer der letzten Eldartitanen war eingetroffen, und der Steersman Prime überblickte grimmig das Schlachtfeld. Zu seinen Füßen sammelten sich derweil die Truppen von Silberbach, Steffens und Frese.

Nach einigen Stunden hörte das emsige Treiben auf. Eisige Kälte wehte über das Niemandsland zwischen den Fronten. 66.666 Einheiten standen sich jeweils auf beiden Seiten gegenüber, wartend, lauernd,…doch alle wussten, dass die Wahrscheinlichkeit dieses Schlachtfeld jemals lebend zu verlassen nahezu gegen Null tendierte. Magnus hob seine Hand und das Crescendo des Todes begann.

Liseanne und ihre Verräterlegionen konzentrierten sich auf die Vernichtung der loyalen Ultramarines. Deren Standhaftigkeit hatte sie nur brutale Feuerkraft entgegenzusetzen. Schlag um Schlag prasselte auf die Marines runter, bis schließlich der Falchion brach und das ganze Umfeld erschütterte. Dominics Horden rückten über die zentrale Ebene im Verbund mit MoRitz Tiermenschen. Schnell brachen sie durch die dünne Abwehrstellung im Niemandsland, begleitet von mächtigen Zaubern.

Derweil kümmerten sich die Tau um die linke Flanke des Imperiums. Ordensmeister Jens und General Wolf’s Truppen verschwanden unter Millionen und Abermillionen Schuss schweren Feuers.
Marc der Infiziöse bat Mortarion den Eldartitanen anzugreifen. Dieser setzte mit seinen anderen Jüngern sofort alles daran, die Linien der Aeldar zu überwinden, doch ein Einbruch in die wankenden Linien gelang nicht.

Der Verräter Bruce marschierte nach vorne und riss ein klaffendes Loch in die Truppenteile der Dark Eldar und Salamanders, so dass die Mitte bereits stark am Wanken war. Die Tyraniden ignorierten jedes koordinierte Vorgehen und fraßen sich stattdessen an dem satt, was unmittelbar vor Ihnen lag. Der Biotitan spuckte gewaltige giftige Salven auf die Phantomritter der Aeldar. Die Orks mit Kävin preschten blindlings nach vorn, darauf achtend, möglichst Distanz zu ihren fragilen Verbündeten aufzubauen und gleichzeitig auf die schwächste Stelle der Imperialen zuzuhalten.

Der erste Angriff Magnus’Truppen und Alliierten war verheerend. Die Imperialen und Asuryani verloren in den ersten Schlachtstunden gut 1/8 bis 1/6tel ihrer Truppen, doch noch hielten ihre Teile.
Primarch Düsseldorf leitete schließlich von der rechten Flanke den Gegenangriff ein. Verzweifelt versuchte Liseanne sich mit einem Rauchvorhang zu schützen, doch die Gottmaschine zerschmetterte ihre gewaltigen Todesmaschinen. Die Ultramarines schafften es ebenfalls, sich aus der Umklammerung zu befreien. Die Luftwaffe wurde aktiviert und brannte einen Korridor in die wimmelnde Masse der Truppen von Dominic und MoRitz. Johannes der Saver führte einen gewagten Angriff auf das Zentrum der feindlichen Linien, während die Aeldari Silberbachs mit Ordensmeister Jens die Ränge der Tau zurückwarfen. In dem Chaos der Schlacht schaffte es General Wolf seine Reiterlegionen geschickt einzusetzen und verlorenes Terrain zurückzuerobern. Sein Ziel war der Verräter Bruce, doch zuvor musste er sich durch die Tau und die rechte Flanke MoRitz kämpfen. Steffens Drukhari bissen sich energisch in den Flanken der Tyraniden fest. Laser um Laser trafen den Titanen und rissen teils riesige Löcher. Blutüberströmt war er am Wanken, doch er fiel nicht. Den Aeldari Freses hingegen gelang es, Mortarion in den Warp zurückzuwerfen. Schwere Schäden an den Deathguard hielten diese auf, und verhinderten einen Durchbruch zu den imperialen Linien.

Gerade als der Sieg der Imperialen sich abzeichnete trafen weitere Verstärkungen auf dem Schlachtfeld ein. Die Tau konzentrierten das Feuer erneut in der Mitte, während Magnus sich und seine Getreuen auf die linke Flanke der Imperialen und der Aeldari warf. Bruce stählerne Ungetüme schnitten sich einen Weg frei und trotz Rauchvorhang konnten sich die Drukhari Steffens nicht retten. Unter massiven Verlusten brach schließlich ihre Linie und wurde gefüllt von Tyraniden und Chaoten. Die Aeldari Freses waren nun isoliert und umzingelt, während der imperiale Haupttruppenkörper langsam Richtung Hauptquartier des Primarchen gedrängt wurde. Der Phantomtitan der Eldar wehrte standhaft noch den Angriff der Dämonenprinzen von Marc dem Infiziösen ab, doch Mortarions Ende hatte eine zu Große Wunde hinterlassen, so dass er schließlich im Feuer verglühte.

Eldrad wob seinen Zauber, wodurch der Titan jedoch gerettet werden konnte. Er zog sich auf die Schiffe zurück, bereit erneut in die Schlacht einzugreifen. Weitere Aeldari Truppen landeten an, zusammen mit den letzten imperialen Reserven. Frese zog seine Aeldari in der Mitte zusammen, da hier der nächste Bruch der Linien drohte. Gemeinsam mit den Truppenverbänden des Primarchen und Ordensmeister Jens gelang es, den Titanen der Tau niederzuringen. Auch die dämonischen Verbände, die mittlerweile eintrafen wurden dem Erdboden gleichgemacht, während die Gottmaschine die Verräter Liseannes ein für allemal vom Antlitz fegte. Die Ultramarines schlossen zu den vorstürmenden Truppen Johannes des Savers auf und vereint mit den Wölfen gelang es, den zentralen Knotenpunkt einzunehmen.

Doch weitere Verstärkungen der Chaoten trafen ein. Magnus verstärkte die Front in der Mitte mit weiteren titanischen Truppenverbände, während Bruce nun der endgültige Durchbruch durch die letzten dünnen Linien der Eldar und Salamander gelang. Zwar verpufften die Verstärkungen von Marc durch die letzten Reserven Liseannes nahezu wirkungslos auf der linken Flanke, doch die Aeldar dort waren hoffnungslos unterlegen und stark angeschlagen. Während Reihe um Reihe der äußeren Verteidigungslinien dahinschmolz durch den Anlauf der Death Guard, Dämonen, Verräterlegionen und auch Tyraniden setzte sich langsam die Erkenntnis durch, dass nur ein Phyrrus Sieg noch möglich wäre.

Eldrad blickte durch Raum und Zeit und sah, dass das Eingreifen der Aeldar ausreichend gewesen war. Die fragile Allianz des Bösen würde diese Schlacht nicht überleben. Die Tyraniden waren stark geworden durch diese Felder an Biomasse und die Orks wollten eh eher entkommen als bleiben. Die Himmlischen hatten ihren Plan verwirklicht und das Imperium stark geschwächt, doch ihre Verluste waren dabei nicht unbedeutend gewesen. Und schlussendlich die Verräterlegionen und Thousand Sons hatten viel von Ihrer Kraft eingebüßt und würden über Jahre oder Jahrzehnte nicht in der Lage sein, größere Verwerfungen im Universum voranzutreiben. Es war Zeit zu gehen….

Die Brüder der Drukhari waren allesamt gefallen, doch handelte es sich dabei größtenteils um Replikanten. Ein Verlust der sich ausgleichen ließ. Auch die Verluste an Phantomkriegern der Aeldari hielt sich in Grenzen und die meisten Seelensteine hatten geborgen werden können. Er sandte seine Gedanken an Frese und Silberbach und sie waren eins in ihrer Meinung.

Die Transporter der Aeldar hoben ab, wenige fanatische Phantomkrieger zurücklassend, die den Rückzug deckten. Der Primarch zerschmetterte das Kommandopult ob dieser Feigheit. Konnten Sie den Sieg der Imperialen nicht sehen? Weit vor ihm breitete sich die linke Flanke des Feindes aus, doch hier war nichts mehr außer ein paar wenige versprengte und verschreckte Gestalten. Er wandte sich den anderen Berichten von der Front zu. Der Truppenkörper der Ultramarines hatte schwere Verluste erlitten, war aber bis zu den zentralen Positionen der Tau vorgestoßen. General Wolf hatte die Hochburg der Tau erstürmt und brannte darauf, sich dem Verräter Bruce zu widmen. Doch die imperiale linke Flanke war eingedrückt worden, Ordensmeister Jens war durch eine Detonation verletzt ins Lazarett gebracht worden. Die Verstärkungen durch die Aeldar waren hier nach wie vor dringend gebraucht, ohne diese jedoch war der Flügel verloren. Widerstrebend befahl er den Rückzug.

Und so lösten sich am Ende zwei stark dezimierte Truppenkörper am zweiten Tag der Schlacht. Das Imperium hatte stark geblutet und überschlagen über 50% ihrer Sollstärke eingebüßt. Die Aeldar hatten weit weniger Verluste, jedoch auch hier gab es mit dem Fall der Drukhari einen Verlust von 40% der Sollstärke. Doch auch Magnus Plan war nicht ganz aufgegangen. Er konnte auf dem Amboss von Sol Ingen schlussendlich nicht wie geplant die gesamte Verteidigung des Imperiums aufreiben. Auch brach die fragile Allianz schnell zusammen und weitere Kämpfe untereinander wurden nur verhindert, weil alle Parteien nicht mehr Willens waren, den Kampf fortzuführen.

Doch nächstes Jahr…

Eine Antwort

  1. Sven Düsseldorf sagt:

    Wunderbar, wir sind begeistert!

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